Fragen & Antworten

Klar gefragt.
Ehrlich beantwortet.

Hier finden Sie die häufigsten Fragen zum StRG-System – von der Funktionsweise über den Nutzen für Kunden und Wärmeabnehmer bis zu Hinweisen für Investoren. Wählen Sie oben den passenden Bereich.

Ganz einfach in drei Schritten: (1) Auf der Fläche wird mit einer Solaranlage Strom erzeugt. (2) Dieser Strom wird direkt vor Ort genutzt – er wird verkauft, wenn die Preise gut sind, treibt eine flexible, steuerbare Rechenlast an, die genau dann hochfährt, wenn Strom günstig oder im Überschuss ist, und der Rest wird in einer Batterie gepuffert. (3) Die bei der Rechenlast entstehende Abwärme wird nicht weggeworfen, sondern kann bei Gewerbebetrieben in der Nähe fossile Heizenergie ersetzen – und ist dabei so emissionsarm wie der eingesetzte (erneuerbare) Strom. So wird aus einer Kilowattstunde Sonnenstrom mehrfacher Nutzen gezogen.

Unser Stromnetz läuft stabil nur bei genau 50 Hertz – und das funktioniert nur, wenn jederzeit gleich viel Strom erzeugt wie verbraucht wird. Wird zu viel erzeugt (etwa bei viel Sonne und Wind), steigt die Frequenz; wird zu viel verbraucht, sinkt sie. Ein flexibler Verbraucher wie unsere steuerbare Rechenlast hilft, indem er Überschussstrom genau dann aufnimmt, wenn zu viel davon im Netz ist – und so das Gleichgewicht und damit die 50 Hertz stabil hält.

Je mehr Strom aus Wind und Sonne kommt, desto stärker schwankt die Erzeugung – mal viel, mal wenig. Steuerbare Verbraucher, die sich an dieses Auf und Ab anpassen, sind deshalb echte „Möglichmacher": Sie nehmen Strom dann ab, wenn gerade viel da ist, und entlasten das Netz, statt es zu belasten. Damit lassen sich überhaupt erst höhere Anteile erneuerbarer Energien sicher integrieren. Schätzungen zum gesamtdeutschen Flexibilitätspotenzial schwanken je nach Studie und Zeithorizont erheblich – von rund 15–30 Terawattstunden kurzfristig bis zu deutlich über 100 Terawattstunden langfristig; in jedem Fall geht es um eine Größenordnung im zweistelligen Prozentbereich des perspektivischen Bedarfs.

Es gibt rechenintensive Aufgaben, die zeitlich flexibel sind – sie müssen nicht zu einer festen Uhrzeit erledigt werden. Genau das nutzen wir: Wir fahren die Rechenlast bevorzugt dann hoch, wenn Strom günstig oder im Überschuss vorhanden ist. So lässt sich aus Strom, der sonst kaum Wert hätte, ein Beitrag zur Wirtschaftlichkeit der Anlage erzielen. Zu den konkreten Erlösmechaniken und Kennzahlen gehen wir bewusst nicht in der öffentlichen FAQ ins Detail – das besprechen wir im persönlichen Investoren-Briefing.

In Deutschland wird jedes Jahr eine erhebliche Menge an grünem Strom aus Wind und Sonne abgeregelt, also gar nicht erst genutzt, weil das Netz ihn nicht aufnehmen kann – in der Größenordnung von rund 8 bis 10 Terawattstunden pro Jahr (je nach Jahr und Abgrenzung). Dafür zahlt die Allgemeinheit Entschädigungen an die Anlagenbetreiber: rund 554 Millionen Euro im Jahr 2024 und knapp 435 Millionen Euro im Jahr 2025. Genau diesen sonst verlorenen Strom machen wir mit unserer flexiblen Rechenlast nutzbar – statt ihn wegzuwerfen.

„Netzdienlich" bedeutet, dass wir dem Stromnetz helfen, statt es zu belasten: Unsere Anlage nimmt genau dann zusätzlich Strom auf, wenn sonst grüner Strom abgeregelt – also abgeschaltet – werden müsste, weil das Netz überlastet ist. Der Gesetzgeber hat dafür sogar eine eigene Regel geschaffen: Paragraf 13k EnWG („Nutzen statt Abregeln", in Kraft seit Ende 2023) ermöglicht es flexiblen, technisch steuerbaren Verbrauchern, sonst abzuregelnden Strom sinnvoll zu nutzen. Voraussetzung ist, dass die Anlage flexibel fährt und zu einem klimaneutralen, sicheren Energiesystem beiträgt – genau das tun wir.

Ein elektrischer Heizstab wandelt Strom mit nahezu 100 Prozent Wirkungsgrad in Wärme um – aber eben nur in niederwertige Wärme und nichts weiter. Aus demselben Stromeinsatz entsteht kein zweiter Erlös. Bei uns leistet derselbe Strom doppelte Arbeit: Er treibt zunächst eine flexible, steuerbare Rechenlast an – und die dabei ohnehin entstehende Abwärme ersetzt anschließend fossile Heizenergie beim Gewerbeabnehmer. Sie bekommen also die Wärme PLUS einen zusätzlichen Erlösstrang aus identischem Stromeinsatz, statt den Strom nur einmal zu verheizen. Fairerweise: Für reine Heizzwecke ist ein Heizstab simpel und günstig, und eine Wärmepumpe ist sogar die effizientere Power-to-Heat-Technik (3–4 kWh Nutzwärme je kWh Strom). Unser Mehrwert liegt im zweiten, gleichzeitigen Erlösstrang.

Wenn man überschüssigen Strom nur „verpuffen" ließe – etwa über einen Lüfter –, entstünde daraus weder ein Erlös noch nutzbare Wärme; der Strom wäre praktisch genauso verloren wie bei der Abregelung selbst. Genau hier setzen wir an: Wir nehmen die Last auf, die sonst abgeregelt würde („Nutzen statt Abregeln", der Gedanke hinter dem neuen §13k EnWG), und machen daraus zweierlei Nutzen – eine automatisiert vergütete Rechenlast und CO2-arme Abwärme für die Heizung. Zur Einordnung der Größenordnung: In Deutschland wurden zuletzt jährlich grob 8–10 TWh erneuerbarer Strom abgeregelt (je nach Jahr und Abgrenzung; 2022 rund 8 TWh laut Bundestags-Meldung), und die Entschädigungszahlungen lagen 2024 bei rund 554 Mio. Euro und 2025 bei knapp 435 Mio. Euro. Diesen sonst verlorenen Strom sinnvoll zu nutzen statt nur zu vermeiden, ist der Kern des Ansatzes.

Pumpspeicher sind eine bewährte, wertvolle Technik – sie erreichen einen Round-Trip-Wirkungsgrad von typischerweise rund 70–80 Prozent (in der Literatur breiter 65–85 Prozent). Aber: Sie verschieben Energie nur zeitlich, mit den unvermeidlichen Wirkungsgradverlusten, und sind stark standort- und topografiegebunden (man braucht Höhenunterschied und zwei Becken). Aus dem gespeicherten Strom entsteht weder ein neuer Erlösstrang noch Nutzwärme. Unser Ansatz schafft aus demselben Stromeinsatz beides zusätzlich – eine vergütete Rechenlast und nutzbare Abwärme – und ist nicht an besondere Geografie gebunden. Wichtig: Das ist keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung. Speicher und flexible Lasten arbeiten im Energiesystem Hand in Hand.

Eine Batterie ist bei uns fest als Baustein vorgesehen – nicht als Konkurrenz, sondern zur Pufferung und Lastverschiebung. Batteriespeicher (Lithium-Ionen) sind sehr effizient, mit einem Round-Trip-Wirkungsgrad von typisch rund 85–95 Prozent, hochwertige Systeme erreichen teils noch mehr. Aber auch eine Batterie verschiebt Energie nur zeitlich; allein erzeugt sie weder einen zusätzlichen Erlösstrang noch Nutzwärme. Deshalb kombinieren wir beides: Die Batterie glättet und verschiebt Lasten, und die steuerbare Rechenlast holt aus dem Strom den zusätzlichen Erlös und die Abwärme heraus. Zusammen ergibt das mehr als jede Komponente für sich – Ergänzung, nicht Entweder-oder.

Ganz grundsätzlich: Wir können Ihnen Abwärme als Ersatz für fossile Heizenergie anbieten. Diese Abwärme fällt bei der vor Ort betriebenen Rechenlast ohnehin an – sie wäre sonst ungenutzt. Soweit diese Last mit erneuerbarem Strom (insbesondere sonst abgeregeltem PV-Überschuss) betrieben wird, ist die Abwärme so emissionsarm wie der eingesetzte Strom, also CO2-neutral – im Gegensatz zu Gas oder Öl. Für Sie heißt das: ein möglicher Schritt weg von fossiler Heizung, hin zu lokaler, klimafreundlicher Wärme. Konkrete Preise, Liefermengen und vertragliche Konditionen klären wir individuell mit Ihnen – das hängt von Ihrem Bedarf und dem Standort ab und besprechen wir am besten direkt.

Hinweis: Detail-Kennzahlen wie Unit Economics, Capex-Struktur und Renditeannahmen teilen wir bewusst nicht öffentlich, sondern im persönlichen Investoren-Briefing – transparent und ohne Verkaufsdruck.

Investoren-Briefing

Aus derselben vor Ort erzeugten kWh Solarstrom entstehen mehrere Wertbeiträge statt nur einer Einspeisevergütung: Der Strom wird je nach Marktlage verkauft oder für eine flexible, steuerbare Rechenlast (HPC/Compute) genutzt, die genau dann hochfährt, wenn Strom günstig oder im Überschuss ist. Die dabei entstehende Abwärme ist so emissionsarm wie der eingesetzte (erneuerbare) Strom und kann fossile Heizenergie bei Gewerbeabnehmern ersetzen. Das Modell ist netzdienlich (es nimmt Last auf, wenn andernorts abgeregelt würde) und profitiert vom regulatorischen Rückenwind hin zu lokaler Verwertung. Konkrete Kennzahlen und Unit Economics besprechen wir im persönlichen Investoren-Briefing.

Das Modell ist auf die Richtung der aktuellen Energieregulierung ausgelegt: lokale Verwertung von Solarstrom gewinnt gegenüber bloßer Einspeisung an Bedeutung. Relevant ist der Grundsatz „Nutzen statt Abregeln" (§13k EnWG) – die flexible Rechenlast nimmt Strom auf, der sonst abgeregelt werden müsste. Hinzu kommen Entwicklungen wie das Solarspitzengesetz, die Einspeisespitzen unattraktiver machen und damit die Vor-Ort-Verwertung stärken. Die Stoßrichtung des EEG 2027 zeigt in dieselbe Richtung; es liegt allerdings derzeit nur als Referentenentwurf vor und ist noch nicht beschlossen. In Summe wirkt dieses regulatorische Umfeld de-riskend für das Modell.

Reine Rechenzentrums- oder Batteriespeicheransätze setzen typischerweise auf einen einzelnen Erlöshebel. Unser Ansatz verbindet drei Elemente in einer Anlage: die Mehrfachverwertung derselben kWh (Stromverkauf bei guten Preisen plus flexible, steuerbare Rechenlast), die Nutzung der entstehenden Abwärme – so emissionsarm wie der eingesetzte, erneuerbare Strom – als Ersatz für fossile Heizenergie bei Gewerbeabnehmern, und die Netzdienlichkeit durch Lastaufnahme zu Überschusszeiten. Der Batteriespeicher ist dabei Ergänzung zur Pufferung und Lastverschiebung, nicht der Hauptverdienst. Diese Kombination aus Sektorenkopplung, Abwärmenutzung und Netzdienlichkeit ist unser Unterscheidungsmerkmal.

Das Projekt ist ein Pilot in Umsetzung am Standort Südeichsfeld/Thüringen. Der Standort ist gesichert, der Erwerb einer bestehenden PV-Anlage befindet sich in Verhandlung. Es handelt sich ausdrücklich um ein in Umsetzung befindliches Pilotvorhaben und noch nicht um eine laufende, produzierende Anlage. Wir nehmen an den Investor Days Thüringen (IDT2026, 11.06.2026, Erfurt) teil.

Für den tieferen Einstieg bieten wir ein unverbindliches, persönliches Investoren-Briefing an. Dort gehen wir auf die Unit Economics, die Capex-Struktur und das Geschäftsmodell im Detail ein und beantworten Ihre Fragen direkt. Diese Detailebene halten wir bewusst aus der öffentlichen FAQ heraus, um keine Zahlen ohne den nötigen Kontext in den Raum zu stellen. Fordern Sie das Briefing einfach über unseren Kontakt an.

Noch eine Frage offen?

Prüfen Sie unverbindlich, ob Ihr Standort oder Ihre Anlage passt – oder kehren Sie zurück zur Übersicht.